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Sonntag, 2. Juli 2017
Wasserdichte Bike-Begeisterung in Hittnau
Wir scheinen den Regen abonniert zu haben – wie das Openair St. Gallen», meinte ein Helfer mit einem Anflug von Galgenhumor. Noch grösser ist freilich die Radsport-Tradition der Zürcher Oberländer Gemeinde Hittnau: Seit 30 Jahren veranstaltet der Veloclub Hittnau Radrennen. Seit 14 Jahren findet ein Cross-Country-Rennen im Rahmen des EKZ Cup statt. 2017 waren es trotz Herbstwetter 360 Bikerinnen und Biker von vier bis 52 Jahren, die den Rundkurs unter die Räder nahmen. Besonders beachtlich: 60 entschieden sich erst am Sonntag für die Teilnahme, als längst feststand, dass das Rennen im Dauerregen stattfinden würde.

Spass auf tiefem Boden
Die Kategorie «Hard» ging noch bei guten Streckenverhältnissen ins Rennen. Dario Lillo gewann das U17-Rennen und prophezeite danach: «Von Runde zu Runde wurde es rutschiger. Die letzten, die heute auf die Strecke gehen, werden viel Spass haben.» Vorher waren alle Nachwuchskategorien an der Reihe bis hinunter zu den Kleinsten in der Kategorie «Pfüderi». Auffallend viele junge Biker gaben an, sehr gern im Regen zu fahren. «Ich liebe Schlamm!» sagte etwa Nicole Göldi, Siegerin der Kategorie «Hard». Auch der elfjährige Cedric Wenzel fährt gerne auf nassem Boden, denn: «Wenn es trocken ist, bin ich weniger gut.» Als Vertreter des organisierenden VC Hittnau wollte er an seinem Heimrennen besonders gut abschneiden. Mit Platz 3 in der Kategorie mit den meisten Teilnehmern (52) gelang ihm das eindrücklich.

Die Nachwuchsarbeit steht beim VC Hittnau im Zentrum. Die Rennen sind dazu da, die Radsportschule zu finanzieren. Streckenchef Manu Boog ging aus dieser hervor und brachte es als Elitefahrer gar bis in den Weltcup, auch wenn es für eine Profi-Karriere nicht ganz reichte. Für ihn steht fest: «Ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Bike-Rennen ich hier in Hittnau gefahren bin. Ich nehme nicht mehr vielen Wettkämpfen teil, aber hier reizt es mich immer noch.» Boog beendete das Rennen der Elite-Kategorie «Overall» auf dem beachtlichen 5. Platz.

Zwei Wildhaber vorne weg
Ganz vorne drehten Michael Wildhaber und sein Cousin Marcel Wildhaber ihre Kreise. Marcel profitierte auf der letzten Runde von seinem eigenen Missgeschick: «Ich erwischte eine Kurve vor einer steilen Wurzelpassage nicht und musste absteigen. Offenbar rannte ich so schnell, dass ich die entscheidenden Meter zwischen Michi und mich brachte.» Auf den zweiten Blick überrascht das freilich nicht, denn Marcel Wildhaber ist Radquer-Spezialist und deshalb auch äusserst schnell zu Fuss. Michael Wildhaber war zufrieden mit seinem zweiten Platz und freute sich darüber, als Führender der Gesamtwertung in die Sommerpause des EKZ Cup zu gehen. Das Rennen der Damen war eine klare Sache für Tina Züger, die einen Start-Ziel-Sieg feierte. «Auf der zweiten Runde hatte ich einen kleinen Sturz, da kam Svenia Wüthrich noch einmal näher, und ich musste nochmals beschleunigen. Die grösste Herausforderung war heute aber eindeutig der Schlamm – und es hat Spass gemacht!
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