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Sonntag, 1. September 2019
Ein perfekter Tag für den Mountainbikesport
Uster, 1.9.19. Bei perfekten Bedingungen fand die zweitletzte Runde des EKZ Cup statt. Der Kampf um das Gesamtklassement war aber nur eine Seite des Rennens. Spass am Biken auf einer präparierten und abgesperrten Strecke stand für die meisten der jungen und jung gebliebenen Biker im Vordergrund. Das Rennen der Elite entschieden Annika Liehner und Simon Zahner für sich. Die Entscheidung um die Gesamtsiege in den verschiedenen Kategorien fällt am kommenden Sonntag in Egg bei Zürich.

Postkartenwetter bot dieser Sonntagmorgen nicht. Für schnelle Bike-Rennen waren die Temperatur und die paar Regentropen aber perfekt. Es war nicht zu heiss, die Fahrer zogen keine Staubfahnen hinter sich her und die Strecke war griffig. Schon früh wimmelten die Bikerinnen und Biker auf dem Reitplatz Buecholz, testeten den Parcours, feilten an ihrer Fahrtechnik auf den Geschicklichkeitshindernissen, die daneben aufgebaut waren. Vor allem aber sah man den Kindern und Jugendlichen an, dass sie Spass auf ihren Bikes hatten.

425 Teilnehmer – und kaum jemand über 20
Mit fortschreitender Zeit füllten sich auch die Zuschauerränge und am Einschreibetisch meldeten sich immer noch mehr Teilnehmer an. 425 waren es am Schluss, eine eindrückliche Zahl. René Gull, einer der Nachwuchstrainer des organisierenden VC Volketswil und als Streckenchef im Einsatz, freute sich: «Einige sagten, sie wollten nicht mitfahren sondern nur helfen. Nun schrieben sie sich doch noch ein!». Wenn es einen Beweis braucht, dass Rennen fahren und Spass haben auf dem Bike zusammenfinden, dann gab es dafür am EKZ Cup in Uster stundenlangen Anschauungsunterricht.
Kategorie um Kategorie, von den U17 Junioren bis hinunter zu den U7 «Pfüderi», bot packende Rennen, die eine oder andere lustige Einlage, beeindruckende Bike-Beherrschung auf jeder Altersstufe und herzerwärmende Szenen bei den Kleinsten auf ihren Laufvelos.

Ein Junior mischt die Profis auf
Zum Schluss waren dann die Ausgewachsenen an der Reihe. Mit zwei Minuten Vorsprung wurden die U19 Junioren und Masters (Senioren) ins Rennen geschickt, auf ihre Verfolgung machte sich die Elite. Annika Liehner verabschiedete sich gegen Mitte des Damenrennens nach vorne. «Als ich das Tempo erhöhte, kam niemand mit, also zog ich meinen Rhythmus bis ins Ziel durch», beschrieb die talentierte Wetzikerin, die mit knapp 17 Jahren die jüngste Fahrerin im Damenfeld war.
Bei den Herren dauerte es einige Runden, bis Simon Zahner und Marcel Wildhaber den schnellsten Junior Andrin Gees eingeholt hatten. Von da an preschten sie als Dreier-Schnellzug über den Kurs. Als sie zum letzten Mal ins Start-Ziel-Gelände einbogen, lag Zahner vorne und liess sich in den engen Kurven nicht mehr überholen. Andrin Gees hatte sich kurz davor an Marcel Wildhaber vorbeigekämpft und gewann so das Juniorenrennen überlegen. «Das war voll über dem Limit», bekannte er im Ziel. Marcel Wildhaber freute sich, dass er seinem Ziel Gesamtsieg einige wichtige Punkte nähergekommen war. Und Simon Zahner hatte zum Abschluss seiner Bike-Saison den Tagessieg unbedingt gewollt: «Die anderen beiden haben es mir nicht leicht gemacht, aber heute ging mein Plan auf», fasste er zusammen und fügte an: «Morgen wird das Mountainbike geputzt und in die Ecke gestellt. Für mich beginnt jetzt die Radquersaison.»
Für Wildhaber und hunderte weiterer Biker aber gilt die Konzentration nun dem letzten Rennen des EKZ Cup. In Egg bei Zürich fallen die Entscheidungen. Und natürlich wird auch dort die Freude am Mountainbiken die Hauptsache sein.