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Sonntag, 30. April 2017
Fulminanter Auftakt des EKZ Cup 2017 in Schwändi
1992 fand in Schwändi das erste Mountainbike-Rennen statt, seit 15 Jahren ist das Rennen Teil des EKZ Cup. Dass die Veranstaltung nicht zur Routine wird, dafür sorgte auch heuer das Frühlingswetter. «Seit Mittwoch schlief ich nicht mehr gut», bekannte OK-Chef Hansruedi Marti. 24 Stunden vor dem Start der ersten Kategorie lagen 30 Zentimeter Schnee auf der Strecke. Also machte sich der Skiclub Schwändi – seit 25 Jahren der Veranstalter des Rennens – an die Arbeit. Mit Schneeschleudern wurde das Start-Ziel-Gelände geräumt. Später marschierte eine Gruppe Erwachsene und Kinder über die Strecke, um den Schnee aufzulockern, sodass er schneller schmolz. «Am Samstag um 17 Uhr war der ganze Kurs und das Start-Ziel-Gelände schneefrei. Für mich war der Event damit schon erfolg-reich», resümierte OK-Chef Marti.

Die Jugend im Mittelpunkt, die Elite als Vorbild
Die Teilnehmer freuten sich am Sonntag über feuchte aber bestens fahrbare Singletrails. «Ich liebe es technisch und rutschig» erklärte Dario Lillo, der Sieger der Kategorie Hard (U17), welche den Renntag eröffnete. Von da an ging es Schlag auf Schlag. In zehn Alterskategorien bis hinunter zu den «Pfüderi» (U7) massen sich die Nachwuchsrennfahrer auf altersgerechten Strecken; mit kindlichem Eifer die einen, gemütlich dahin rollend die anderen. Mit am meisten Applaus gab es für die Kleinsten, die mit dem Laufvelo über die Strecke holperten.

Traditioneller Schlusspunkt jedes EKZ Cup Events ist das Rennen der Elite. Die Top-Fahrer zeigten, was aus den kleinen Nachwuchs-Racern einmal werden kann, wenn sie dem Mountainbike treu blei-ben. Im Rennen der Herren sorgte der Marathon-Profi Konny Looser für das Tempo, hatte aber auch seine Schwierigkeiten: «Ich war das letzte halbe Jahr in Südafrika und bin nur auf Staub und Sand gefahren. An nasse Wurzeln muss ich mich erst wieder gewöhnen. Die beiden hinter mir lachten wohl über meinen Fahrstil.» Andere Sorgen hatte der Radquerspezialist Simon Zahner, der das ganze Rennen an dritter Stelle fuhr: «Am höchsten Punkt der Runde hatte ich immer 50 Meter Rückstand, am tiefsten Punkt war ich wieder an Looser dran. Das Aufschliessen schmerzte jede Runde mehr.» Looser siegte schliesslich souverän vor Andreas Moser und Simon Zahner.

Vom Brunch aufs Podest
Katrin Leumann entschied sich spontan, den EKZ Cup in Schwändi mitzufahren. «Ich kam direkt von einem Brunch», verriet sie hinterher. Der Butterzopf schien sie zu beflügeln. Keine ihrer Konkurrent-innen konnte ihr Tempo mitgehen und so fuhr Leumann einen ungefährdeten Sieg ein. Die Deutsche Janine Schneider hatte als Marathonspezialistin Mühe mit dem hohen Anfangstempo: «Aber nach zwei Runden hatte ich meinen Rhythmus und zog diesen durch.» So landete sie auf dem zweiten Platz vor Tina Züger, die ebenfalls für ihren schnellen Start büsste, dafür auf den technisch anspruchsvollen Singletrails Zeit gut machte.

Auf das Ende der Veranstaltung machte sich das nächste Wetterphänomen bemerkbar: der Föhn brachte gewisse Installationen ins Wanken. «Ich bin froh, kam er nicht früher», atemete OK-Chef Marti auf. Der Jubiläumsjahrgang des EKZ Cup in Schwändi stand offensichtlich unter einem guten Stern.
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