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Sonntag, 1. Juli 2018
1:1 im teaminternen Familienduell
Simon Zahner ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat beim dritten EKZ-Cup-Lauf in Hittnau seinen dritten Sieg feiern können vor dem ebenfalls nachgemeldeten Jeremias Marti und dem Junior Lucca Schätti. Bei den Frauen triumphiert Alessia Bisig vor Michelle Schätti und Daniela Wähler. Ein besonderes Rennen lieferte sich Junior Stiven Thür mit seinem Onkel Jürg Graf, die zeitgleich ins Ziel kamen (Foto). Während Thür zweiter der Junioren wurde, siegte Graf bei den Masters.

Wegen des schönen Wetters haben sich am Renntag zahlreiche Spitzenfahrer für den dritten Lauf des EKZ-Cups in Hittnau nachgemeldet – und dann im Hauptrennen den Ton angegeben. Ein Trio vermochte sich vom Rest des Feldes abzusetzen, aus dem schliesslich Simon Zahner als Sieger hervorging und dem auch der Luzerner Elitefahrer Jeremias Marti und Luca Schätti angehörte, der vor Wochenfrist an der Crosscountry-Schweizermeisterschaft in Andermatt die Bronzemedaille bei den Junioren geholt hatte. In der vorletzten Runde bewirkte Zahner die Vorentscheidung. Dies, obschon er zu Beginn des Rennens Mühe mit dem hohen Rhythmus bekundete, den Junior Schätti vorlegte. «Ich musste zuerst beissen, um dranzubleiben. Doch dann lief es mir immer besser. Abermals zwang uns Lucca in der Abfahrt sein hohes Tempo auf. Irgendwann versteuerte sich Jeremias und plötzlich lag ich ein paar Meter vorne. Da versuchte ich mein höheres Tempo durchzuziehen, was geklappt hat», erklärte Zahner seine Taktik.

Für Jeremias Marti war es der erste Start am EKZ-Cup: «Ich habe Ferien und in den letzten Tagen vor dem Rennen ziemlich viel trainiert. Deshalb war ich zunächst unschlüssig, wie ich das Wochenende verbringen will.» Er habe sich dann entschlossen, nach Hittnau zu fahren, was für ihn, der im luzernischen Gettnau wohne, nicht gerade am Weg liege. Doch die Fahrt hat sich gelohnt. Marti sagt: «Der Start verlief nicht nach Wunsch. Ich lag recht weit hinten. Doch mit zunehmender Distanz habe ich immer besser ins Rennen gefunden und Rang um Rang gutgemacht, bis ich zusammen mit Zahner und Schätti an der Spitze fuhr. Toll, mit dem zweiten Platz habe ich nicht gerechnet», freute sich der 28-Jährige, der sonst die Crosscountry-Wettkämpfe des Swiss Cups bestreitet und im Spätsommer auch die beiden Marathons o-Tour und Iron Bike Race fahren möchte.

Das Rennen aus Lucca Schättis Sicht: «Als ich zu den Elite aufgeschlossen hatte, wollte ich mein Tempo gleich durchziehen. Doch ich musste rausnehmen, sonst hätte es mich bei der Wärme womöglich parkiert. Als dann Simon angegriffen hat, fehlte mir die nötige Reserve.»

Freude im lokalen OK löste der Triumph von Streckenchef Manuel Boog in der Kategorie «for all» aus. Vor zwei Jahren fuhr Boog allerdings noch bei der Elite. Er sagte: «Vielleicht hätte ich auch in der höheren Kategorie mitgehalten. Doch ich war mir nicht sicher. Deshalb habe ich mich für die Fun-Kategorie entschieden.»

Bei den Masters freute sich der mehrfache Schweizermeister Jürg Graf über seinen ersten Sieg in dieser Saison. Fast während des ganzen Rennens lieferte er sich einen Zweikampf mit seinem Neffen, dem Junior Stiven Thür.

Zufrieden zeigte sich auch OK-Präsident Raphi Kocher: «Ein komplett neues Gefühl, das Crosscountry-Rennen in Hittnau mal bei schönem Wetter erleben zu dürfen», sagte er lachend. In den drei Vorjahren waren die meteorologischen Verhältnisse jeweils garstig.

Der EKZ-Cup geht nun in die Sommerpause. Am 26. August geht`s in Eschenbach, SG, mit der vierten von sechs Prüfungen weiter.
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