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Sonntag, 9. September 2018
Nach dem EKZ Cup ist vor dem EKZ Cup
Während die letzten Jets im Südanflug ihre Bahnen zogen, drehten die ersten Nachwuchs-Biker am EKZ Cup Egg ihre Runden. Bereits um neun Uhr morgens war klar, dass es ein goldener Spätsommertag werden würde. Dies machte die Strecke am Fuss des Pfannenstiels freilich kein bisschen leichter – im Gegenteil: Jene, die erst um die Mittagszeit starteten, erlebten eine veritable Hitzeschlacht. Trotzdem sah man im Ziel mehrheitlich lachende Gesichter, rot vor Anstrengung, glühend vor Hitze und glücklich, sich mit einem Sportgetränk in den Schatten setzen zu können.

Die Nachwuchsförderung wird ausgebaut
Rund drei Viertel der 310 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehören zum Nachwuchs. Ihn zu fördern ist der Zweck des EKZ Cups und dieses Engagement werden die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich mindestens zwei weitere Saisons (bis 2020) aufrechterhalten. Thomas Recher, Leiter Sponsoring EKZ, schlägt den Bogen zu den am gleichen Wochenende stattfindenden Mountainbike-Weltmeisterschaften in Lenzerheide «Wollen wir die Schweiz weiterhin so erfolgreich an der Weltspitze sehen, braucht der regionale Nachwuchs Startmöglichkeiten wie unseren EKZ Cup. Lars Forster, aktueller Europameister, ist mit acht Jahren am EKZ Cup sein erstes Rennen gefahren. Gerne engagieren wir uns weiterhin mit Energie für den Nachwuchs.»

An das nächste Jahr dachten die Teilnehmer des EKZ Cup in Egg noch nicht. Sie konzentrierten sich auf ihr Rennen. In einigen Kategorien gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gesamtsieg, wobei sich oft die Fahrerin oder der Fahrer im blauen Leader-Trikot durchsetzte. Es ist wohl wie an der Tour de France, wo das Maillot Jaune schon manchen Rennfahrer über sich hinauswachsen liess. Im Goalie Dress Yann Sommers startete der achtjährige Loris Michel aus Uster zum ersten Bike-Rennen seines Lebens. Warum? «Weil ich gerne Velo fahre», gab er kurz und knapp zu Protokoll. «Es ist zwar sehr anstrengend und manchmal auch schwierig, aber es macht Spass und deshalb bin ich auch nächstes Jahr wieder dabei.»

Auch 2019 Jahr wird der Skiclub Egg das Abschlussrennen des EKZ Cup organisieren, wie Event-Chef Luigi Di Lorenzo bestätigt. «Wir fahren bis im April Ski, dann brauchen wir eine Verschnaufpause und im September sind wir dann bereit, um dieses Rennen zu veranstalten. Wir werden das auch nächstes Jahr mit Freude tun.»

Ein alter Bekannter und ein Duell
Das Rennen der Damen war ein Duell zwischen Gesamtleaderin Michelle Schätti und Nadine Stieger. Letztere machte das Tempo und nachdem Schätti einen Platten hatte, war die Entscheidung gefallen. Trotzdem war das Rennen für Siegerin Stieger ein hartes Stück Arbeit: «Die Hitze machte mir auf dem langen Anstieg zu schaffen. Dafür war dann die coole Abfahrt umso länger.» Michelle Schätti konnte sich mit dem Gesamtsieg trösten, welcher allerdings schon vor dem letzten EKZ Cup der Saison feststand.

Das Elite-Rennen der Männer prägte ein alter Bekannter: Marcel Guerrini, Profi im Focus XC-Team, fuhr einen diskussionslosen Start-Ziel-Sieg ein. «Der EKZ-Cup war mein Einstieg in den Rennsport, ich kenne die Strecken und kehre immer wieder gerne zurück.» Leicht fiel ihm das Rennen nicht, auch wenn mehr als eine Minute Vorsprung danach aussieht: «Ich bin mit der Absicht gekommen, voll zu fahren und das war auf dieser Strecke mit diesem langen Anstieg sehr hart.» Leiden musste auch Sven Olivetti, der nach eigener Aussage erst nach einigen Runden seinen Rhythmus fand. Mit dem dritten Rang holte er sich den Gesamtsieg: «Mir bedeutet das sehr viel und ich bin stolz, dass ich das geschafft habe», ordnete er im Ziel ein.

15 weitere Gesamtsiegerinnen und Gesamtsieger brachte der EKZ Cup 2018 hervor und noch wichtiger: hunderte junge Mountainbikerinnen und Mountainbiker, die den Spass am Rennen fahren erlebt haben. Im Frühling 2019 haben sie die nächste Gelegenheit sich hinter dem blau-weissen Startband aufzureihen.
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