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Sonntag, 29. April 2018
Simon Zahner und Katrin Leumann triumphierten
Schwändi, 29.4.2018 – Das diesjährige Auftaktrennen des EKZ Cup war von Wetterglück begünstigt, was 83 Nachmeldungen zur Folge hatte und viele Zuschauer anlockte. Sportlich schwangen die beiden Elitefahrer Katrin Leumann und Simon Zahner obenaus, die souveräne Solosiege feiern konnten. «Sieger der Herzen» waren jedoch die knapp 300 Kinder, die dem Nachwuchs-Cup alle Ehre machten.

Keine späten Schneefälle, sondern Sonne und angenehme Temperaturen prägten den EKZ-Cup-Saisonauftakt 2018 in Schwändi, GL. Nach umfangreichen Vorarbeiten – ein Murgang im letzten Herbst hatte aufwändige Streckenänderungen nötig gemacht – konnte der organisierende Skiclub um seinen OK-Präsidenten Hansruedi Marti den Anlass sogar geniessen.

In der Hauptkategorie der Lizenzenzierten drückten vor allem zwei Fahrer dem Rennen ihren Stempel auf. Bei den Herren Simon Zahner, der nach seinem Triumph vor drei Wochen am Urban Bike Cross in Zürich einen weiteren Sieg feiern konnte und dabei den Rundenrekord des Tages aufstellte. «Ich habe mich in der ersten Runde, als es um den Sprint ging, noch rausgehalten und erst danach mein Tempo durchgezogen. Schon bald waren Sven Olivetti und ich alleine an der Spitze», liess Zahner das Rennen nochmals Revue passieren. Es sei ein harter Kampf gewesen, bis er Olivetti habe distanzieren können. «So richtig absetzen konnte ich mich jedoch nicht. Die längste Zeit betrug mein Vorsprung lediglich 20 Sekunden.» Erst gegen Rennende habe sich die Marge vergrössert auf eine knappe Minute. Bereits mit 2:34 Minuten Rückstand komplettierte Sammy Leumann als dritter das Podium.

Katrin Leumann gibt Rücktritt bekannt

Noch deutlicher waren die Zeitabstände im Rennen der Frauen, das von Katrin Leumann geprägt wurde. Die frühere Crosscountry-Europameisterin sagte: «Da die Männer mit zwei Minuten Zeithandicap ins Rennen geschickt wurden, habe ich damit gerechnet, dass ich noch vor Zieleinlauf vom schnellsten Mann eingeholt werde. Doch das konnte ich knapp vereiteln.» Für die in Jona lebende Baslerin ging damit eine lange Durststrecke zuende. «Die letzten beiden Jahre waren nicht einfach für mich», rekapituliert Leumann. Anfangs 2016 war sie während des Fahrtechniktrainings in der Indoorhalle in Pfäffikon so unglücklich gestürzt, dass sie sich Ellenbogen und Kiefer brach. Eine Woche nach der Operation erlitt sie eine akute Blinddarmentzündung, die nochmals eine OP nötig machte. Komplikationen zwangen die heute 36-jährige innerhalb von zehn Tagen zu einer weiteren OP unter Vollnarkose. «Wegen der miesen Blutwerte lag ich wochenlang im Spital und musste drei Monate lang Antibiotika nehmen. Danach erholte ich mich aber erstaunlich schnell und fuhr bald wieder Rennen. Ich wollte allerdings zu früh zu viel, was sich irgendwann rächte. Mein Körper rebellierte und meine Form brach plötzlich vollkommen ein. Ich brauchte die ganze folgende Saison, um mich restlos zu erholen.» Für Leumann, die neben dem Spitzensport ein 50-Prozent-Pensum als Kindergärtnerin bestreitet, wird dies die letzte Saison als Elitefahrerin sein. «Im Herbst kann ich ein Vollzeitpensum übernehmen.

Dann ist Schluss mit dem Spitzensport», sagt Leumann ohne Reue. Es sei eine schöne Zeit gewesen. Vieldeutig schieb sie nach: «Das Profileben hat mir nicht so zugesagt; der Spitzensport dagegen schon.»
Auch in den übrigen Lizenz-Kategorien wurde gekämpft. Bei den Junioren gewann Philipp Bachmann vor Robin Janser und Timon Mettler. Bei den Masters war Sandro Kessler der Schnellste vor Sebastian Ostertag und Thanru Huaranca.
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