Egg, 10. September
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Sonntag, 10. September 2017
Schlussrunden am Pfannenstiel
Rund 400 grösstenteils junge Bikerinnen und Biker starteten in Egg zum grossen Saisonfinale des EKZ Cup 2017. In fünfzehn Kategorien, davon zwölf Nachwuchsklassementen, ging es um den Gesamtsieg. Der Schnellste des Tages war Ramon Lauener, schnellste Dame war Katrin Leumann. Die Gesamtsieger 2017 heissen Alessia Bisig und Michael Wildhaber. Mit insgesamt 2400 Startenden bestätigt sich der EKZ-Cup als grösste Nachwuchs-Mountainbike-Rennserie der Schweiz. Das will er auch 2018 bleiben.

Je länger der EKZ Cup in Egg dauerte, desto besser wurde das Wetter – was will man mehr? Für den Veranstalter – den Skiclub Egg – begann das Rennen allerdings unter ungünstigsten Voraussetzun–gen. Zwei Orkanstürme im Juli und August hatten Dutzende Bäume geknickt, die Strecke lag stellen–weise unter Metern von Fallholz. «Die grossen Bäume räumten die professionellen Waldarbeiter mit schwerem Gerät weg. Wir waren die letzten zwei Wochen fast jeden Abend auf der Strecke und schafften das Kleinholz weg», erklärte OK- und Skiclub-Präsident Klaus Kiessling sichtlich gut gelaunt.

Riesenslalom auf Rädern
Dass ein Skiclub ein Mountainbike-Rennen organisiert, ist nicht ungewöhnlich. Dennoch konnte man den wintersportlichen Hintergrund auch auf der grünen Wiese erkennen: Zur Strecke gehörte ein Riesenslalom-ähnlicher Abschnitt zwischen Torflaggen hindurch, und die S-Schikane unmittelbar vor dem Ziel erinnerte an das berühmte Ziel-S am Lauberhorn. Der Regen, der in der Nacht vor dem Rennen und auch während den ersten Rennkategorien niederging, machte jede Kurve zur Herausfor–derung. Die jungen Mountainbikerinnen und -biker meisterten die Aufgabe aber so gut, dass sogar die Polizei staunte: «Ich wäre längst im Gebüch gelandet», raunte ein Ordnungshüter seinem Kollegen zu.
Die Nachwuchs-Mountainbikerinnen und -biker zeigten, dass sie den Mittelweg zwischen Risiko und Kontrolle kennen. Für einige ging es an diesem Sonntag noch um den Gesamtsieg in ihrer Kategorie. Andere wollten einfach ein gutes Resultat oder ein schönes Erlebnis zum Ende der Saison. Josias Wicki aus Schattdorf etwa, meinte: «Es macht Spass im Schlamm, auch wenn ich gegen Ende kaum mehr durch meine Brillengläser hindurch sah.» Zu Beginn des Nachmittags setzte sich die Sonne durch, und die Kleinsten in der Kategorie «Pfüderi» sorgten für den stimmungsmässigen Höhepunkt.

Goldener Abschluss für Michael Wildhaber
Das Schlussbouquet auf tief eingefahrener Strecke boten wie immer die Elite-Biker und Bikerinnen. Alessia Bisig brauchte nur das Ziel zu erreichen, um sich den Gesamtsieg zu sichern. Das schaffte sie als Zweite, wenn auch mit einigem Rückstand auf die Tagessiegerin, die Weltcup-Fahrerin Katrin Leumann. Diese erklärte: «Ich duellierte mich mit den Herren, die mein Tempo fuhren. So fuhr ich dann auch am Limit und hatte meinen Spass.» Gesamtsiegerin Bisig lobte: «Die EKZ-Cup-Rennen machen einfach immer Spass, besonders, wenn die Konkurrenz so stark ist wie heute. Das bringt mich weiter.»
Michi Wildhaber führte das Gesamtklassement an, brauchte aber ein weiteres Spitzenresultat, um das blaue Trikot nach hause nehmen zu dürfen. Zusammen mit Ramon Launer bildete er das Spitzenduo und musste diesen erst in der letzten Runde ziehen lassen. Erschöpft aber glücklich kam Wildhaber als Tageszweiter und Gesamtsieger ins Ziel. «Ich hatte nicht die Beine, um Ramon bis zum Schluss zu folgen, aber ich konzentrierte mich sowieso auf die Gesamtwertung.» Diese zum zweiten Mal zu gewinnen bedeutet dem 27-Jährigen Eschenbacher viel: «Ich fahre den EKZ-Cup seit 1997. Diese Rennen waren wichtig für meinen Weg als Biker. Es freut mich besonders, dass ich zum Abschluss meiner Karriere die Gesamtwertung noch einmal gewinnen konnte. Denn dies war mein letztes Mountainbike-Rennen als Elitefahrer.»

Positive Bilanz und Blick nach vorn
Zufrieden ist auch der OK-Präsident des gesamten EKZ Cup, Heiri Disch: «Die Bilanz ist ganz klar positiv. Und rund 400 Teilnehmende an jedem der sechs Rennen sind eine stolze Zahl.» 2018 wird der EKZ Cup in der bewährten Form stattfinden. Die Details werden später bekannt gegeben. Zuerst gilt es nun den erfolgreichen EKZ Cup 2017 zu verdauen.
Mittwoch, 6. September 2017
Trotz Hindernissen steht dem Finale nichts mehr im Weg
Rund 400 Bikerinnen und Biker werden am kommenden Sonntag, 10. September, zum grossen Saisonfinale des EKZ Cup in Egg erwartet. Bevor allerdings der erste Startschuss fallen kann, ist der organisierende Skiclub Egg gefordert. Denn zwei Sommerstürme haben die Strecke am Pfannenstiel unfahrbar gemacht.

Aus sportlicher Sicht steht ein hochklassiges und spannendes Finalrennen des EKZ Cup 2017 in Egg bevor. Denn die Duelle in der Gesamtwertung versprechen viel Spannung. So sind erst in drei von total 15 Kategorien die Würfel um den Gesamtsieg vor dem Finale gefallen. Nach fünf von sechs Rennen stehen erst Nicole Göldi (U17 Mädchen), Finn Treudler (U15 Knaben) und Alessia Bisig (Frauen) als Gesamtsieger/in fest.

Schwierige Vorbereitung

Zum zweiten Mal nach 2016 wird der Schlusslauf der beliebten Nachwuchsrennserie am Pfannenstiel ausgetragen. Bevor die Bikerinnen und Biker am Sonntag allerdings auf die technisch anspruchsvolle und herausfordernde Strecke geschickt werden können, muss der Skiclub Egg einige Extraschichten in der Vorbereitungsarbeit leisten.

Unwetter im Sommer haben zu diesem Spezialeinsatz geführt, wie OK-Präsident Klaus Kiessling erzählt: «Gleich zweimal wurde Egg im Sommer von schweren Gewitterstürmen heimgesucht. Die Strecke war noch bis vor wenigen Tagen nicht befahrbar. Die Bäume lagen zum Teil meterhoch in, beziehungsweise über dem geplanten Parcours.» Dank schwerem Gerät und der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Gemeinde Egg und der Forstkooperation konnte das OK-Team die Aufräumarbeiten rechtzeitig einleiten. «Wir sind optimistisch, dass bis am kommenden Sonntag die bekannt herausfordernde Strecke wieder freigeräumt ist», zeigt sich Kiessling trotz dem grossen Mehraufwand im Vorfeld zuversichtlich.

Zufriedene Bilanz vor dem Saisonschluss

Auch der OK-Präsident des gesamten EKZ Cup, Heiri Disch, blickt vorfreudig auf das letzte Rennen in Egg. Müsste er bereits heute eine Bilanz ziehen, fiele diese sehr positiv aus. Freude bereitet Disch vor allem die Tatsache, dass sich in diesem Jahr die Änderungen mit den Entflechtungen der Nachwuchsklassen und das Zusammenlegen des Hauptrennens sehr bewährt haben. Der langjährige OK-Präsident hebt zudem hervor: «Wichtig ist, dass wir unsere Teilnehmerzahlen in den Nachwuchsklassen auf einem sehr hohen Niveau halten konnten. Wir streben nicht nach mehr. Wir wollen uns aber da positionieren und etablieren, wo wir heute sind.»

Die Zahlen im Nachwuchsbereich waren in der Tat in den bisherigen fünf Rennen sehr erfreulich. Jeweils rund 90 Prozent der Startenden in dieser Saison bestritten ihre Rennen in den Kategorien U7 bis U17. Pro Rennen waren jeweils rund 400 Fahrerinnen und Fahrer am Start. Somit bleibt der EKZ Cup weiterhin die grösste und teilnehmerstärkste regionale Nachwuchsserie in der Schweiz.

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